Cannabinoide erklärt: CBD, CBG und THC im Überblick

Die Hanfpflanze und ihre Wirkstoffe
Die Hanfpflanze (Cannabis sativa) enthält über 100 verschiedene Cannabinoide – natürliche Verbindungen, die mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System interagieren. Die bekanntesten sind CBD (Cannabidiol), THC (Tetrahydrocannabinol) und CBG (Cannabigerol). Jedes Cannabinoid hat seine eigenen Eigenschaften und Wirkungsweise.
CBD (Cannabidiol)
CBD ist das am besten erforschte nicht-psychoaktive Cannabinoid. Es hat keine berauschende Wirkung und ist in Deutschland legal, solange der THC-Gehalt unter 0,2% liegt.
Wichtigste Eigenschaften von CBD:
- Entzündungshemmend: CBD kann Entzündungsreaktionen im Körper modulieren
- Angstlösend: Studien zeigen positive Effekte bei Angstzuständen
- Schmerzlindernd: CBD kann die Schmerzwahrnehmung beeinflussen
- Schlaffördernd: Kann bei Schlafproblemen unterstützen
- Neuroprotektiv: Schützende Wirkung auf Nervenzellen
CBG (Cannabigerol) – Die Mutter aller Cannabinoide
CBG wird oft als „Stammzelle" der Cannabinoide bezeichnet, weil es die Vorstufe ist, aus der sich CBD, THC und andere Cannabinoide entwickeln. In der ausgereiften Pflanze kommt CBG meist nur in geringen Mengen vor (1-2%), weshalb es als besonders wertvoll gilt.
Wichtigste Eigenschaften von CBG:
- Antibakteriell: CBG zeigt in Studien starke antibakterielle Wirkung, besonders gegen MRSA
- Appetitanregend: CBG kann den Appetit steigern, ohne psychoaktiv zu wirken
- Augenschutz: CBG kann den Augeninnendruck senken
- Entzündungshemmend: Besonders wirksam bei Darmentzündungen
THC (Tetrahydrocannabinol)
THC ist das Cannabinoid, das für die psychoaktive Wirkung von Cannabis verantwortlich ist. In unseren Produkten ist THC nur in Spuren enthalten (unter 0,2%), die keine berauschende Wirkung haben, aber zum Entourage-Effekt beitragen.
Medizinisch hat THC durchaus Potenzial – es wird in einigen Ländern verschreibungspflichtig bei chronischen Schmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit eingesetzt. In unseren CBD-Ölen spielt es jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
Der Entourage-Effekt
Der Entourage-Effekt ist eines der wichtigsten Konzepte im Bereich der Cannabinoide. Er beschreibt, wie verschiedene Cannabinoide, Terpene und Flavonoide zusammenwirken und sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken. Ein Full-Spectrum-Produkt, das alle natürlichen Pflanzenstoffe enthält, kann daher wirksamer sein als ein reines CBD-Isolat.
Deshalb enthalten unsere Produkte wie das Golden Spectrum 35% neben CBD auch CBG, Terpene und andere Pflanzenstoffe.
CBD vs. CBG: Was ist besser?
Es ist kein Entweder-Oder. CBD und CBG ergänzen sich hervorragend:
- Bei Schmerzen und Schlaf: CBD ist die stärkere Wahl
- Bei Darmproblemen: CBG zeigt vielversprechende Ergebnisse
- Für die allgemeine Gesundheit: Die Kombination beider ist ideal
Fazit
Die Hanfpflanze bietet ein faszinierendes Zusammenspiel verschiedener Wirkstoffe. CBD, CBG und die weiteren Cannabinoide arbeiten synergistisch zusammen. Ein hochwertiges Full-Spectrum-Produkt nutzt diese natürliche Synergie optimal aus.
Quellen
- Nachnani, R. et al. (2021). The Pharmacological Case for Cannabigerol. Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics, 376(2), 204–212.
- Russo, E.B. (2011). Taming THC: potential cannabis synergy. British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364.
- Appendino, G. et al. (2008). Antibacterial Cannabinoids. Journal of Natural Products, 71(8), 1427–1430.


