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Was sind Cannabinoide?

PHYTOCANNABINOIDE

Phytocannabinoide bezeichnen die Art von Verbindungen, die durch 21 Kohlenstoffatome gekennzeichnet sind und in der Natur nur in der Pflanze Cannabis Sativa L. vorkommen. Es wurden bereits über 80 Phytocannabinoide gefunden, einschließlich ihrer sauren und neutralen Formen, ihrer Analoga und anderer Umwandlungsprodukte. Die Pflanze ist nur in der Lage, die Phytocannabinoide direkt in ihrer nicht psychoaktiven Form zu synthetisieren. Die wichtigsten Phytocannabinoide in frischem Pflanzenmaterial sind daher Δ9-THCA, CBDA, CBGA und CBCA. Die Carboxylgruppe ist jedoch nicht sehr stabil und geht unter Wärme- oder Lichteinfluss leicht als CO2 verloren, was die Umwandlung in die aktiven neutralen Formen bewirkt. Die sauren Phytocannabinoide werden bei der Trocknung und Aushärtung der Biomasse teilweise decarboxyliert; in der Folge sind saure Phytocannabinoide und einige ihrer aktiven neutralen Formen (Δ9-THC, CBD, CBG und CBC) hauptsächlich im Trockenmaterial der Pflanzen enthalten.

ENDOCANNABINOIDE

Endocannabinoide werden von fast allen Organismen des Tierreichs produziert. Sie sind natürliche endogene Liganden, die von menschlichen und tierischen Organismen produziert werden und sich mit den Cannabinoidrezeptoren verbinden. Sowohl die Endocannabinoide als auch die Cannabinoidrezeptoren bilden das Endocannabinoidsystem, das an einer Vielzahl physiologischer Prozesse beteiligt ist, z. B. an der Steuerung der Freisetzung von Neurotransmittern, an der Schmerzwahrnehmung und an den Herz-Kreislauf-, Magen-Darm- und Leberfunktionen. Die beiden wichtigsten Endocannabinoide sind das Anandamid und das 2-Arachidonoylglycerin. Endocannabinoide sind die Moleküle, die als natürlicher Schlüssel für die wichtigsten Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2 fungieren und deren Aktivierung und anschließende Wirkung bewirken. CB1 ist hauptsächlich im zentralen Nervensystem angesiedelt und für die durch neuronale Prozesse vermittelten Wirkungen und psychoaktiven “Sekundäreffekte” verantwortlich. CB2 befindet sich hauptsächlich im Immunsystem und ist für die immunmodulatorischen Wirkungen verantwortlich. CB2-Rezeptoren wurden kürzlich im zentralen Nervensystem, in den Mikrogliazellen und offenbar auch in bestimmten Neuronen entdeckt.

SYNTHETISCHE CANNABINOIDE

Der Hauptunterschied zwischen Phytocannabinoiden, Endocannabinoiden und synthetischen Cannabinoiden besteht darin, dass letztere vollständig synthetisch sind und im Labor hergestellt werden. Ein Beispiel dafür wäre Dronabinol, der Wirkstoff von MARINOL®, einem Medikament in Kapselform, das in den USA seit 1985 gegen Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust eingesetzt wird. Ein weiteres Beispiel ist Nabilon, der Wirkstoff von CESAMET®, einem Arzneimittel, das zur Bekämpfung von Übelkeit und Erbrechen bei Krebs-Chemotherapie zugelassen ist. Beide Arzneimittel sind in den USA, dem Vereinigten Königreich, der Schweiz, Kanada und Spanien für diese Zwecke zugelassen. In jüngerer Zeit wurden einige selektive Cannabinoide für den CB1-Rezeptor, wie z. B. JHW-018 und JHW-073, als psychoaktive Bestandteile in intelligenten Drogen verwendet, die als Imitationen der Cannabis-Wirkungen vermarktet werden. Eine der für diese Drogen verwendeten Bezeichnungen ist “Spice”. Es gibt nicht viele Informationen über die Auswirkungen synthetischer Cannabinoide beim Menschen, obwohl einige von ihnen bereits gezeigt haben, dass sie mehr Stress und Panik verursachen als Phytocannabinoide. Synthetische Cannabinoide wurden als Forschungsinstrumente für wissenschaftliche Cannabinoidstudien entwickelt, haben sich jedoch in klinischen Tests nie als zuverlässig für den menschlichen Konsum erwiesen. Theoretisch hätten sie das Labor, in dem sie entwickelt und synthetisiert wurden, nie verlassen dürfen.

WICHTIGSTE NICHT PSYCHOAKTIVE PHYTOCANNABINOIDE

Die Nutzhanfpflanze enthält viele Phytocannabinoide mit schwacher oder gar keiner Psychoaktivität, die aus therapeutischer Sicht vielversprechender sein könnten als Δ9-THC.

CBD ist ein wichtiges nicht-psychotropes Phytocannabinoid, das eine Vielzahl von pharmakologischen, antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen hat, die durch verschiedene Mechanismen vermittelt werden. Klinisch bewährt hat es sich bei Angstzuständen, Psychosen und Bewegungsstörungen sowie zur Linderung neuropathischer Schmerzen bei Personen, die an Multipler Sklerose leiden (manchmal wird es mit Δ9-THC im Verhältnis 1:1 kombiniert, wie in SATIVEX®).

CBDA wirkt nicht an den Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2, obwohl es ein selektiver COX-2-Hemmer mit entzündungshemmender Wirkung ist. Es kann sich jedoch an bestimmte Vanilloid-Rezeptoren anlagern, aber seine Wirkungen sind noch nicht vollständig bekannt. Darüber hinaus wirkt es gegen die Proliferation.

CBG wirkt gegen die Proliferation und als antibakterielles Mittel. Es ist ein Ligand des CB2-Cannabinoidrezeptors und ein Inhibitor der Wiederaufnahme von Anandamid. Außerdem ist es ein Vanilloid-Ligand.

CBC kann bei Mäusen Hypothermie, Sedierung und Hypoaktivität hervorrufen. Außerdem wirkt es entzündungshemmend, antimikrobiell und leicht schmerzlindernd. Außerdem ist es ein starker Antagonist von Vanilloiden und ein schwacher Hemmer der Wiederaufnahme von Anandamid.

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